Problemstellung
Wenn in Archicad unter Ablage > Info > Session-Protokoll das Session-Protokoll geöffnet wird, wird dort die folgende Meldung für spezifische 3D-Konstruktionselemente angegeben:
Nicht genügend Kanten in der Generatrix
Die Meldung erscheint meistens nach Bearbeitung oder Export von Fassaden, Geländern, Profil-Wandelementen, Attika-Profilen oder Bibliothekselementen im Modell.
In einigen Fällen wird zusätzlich zur oben genannten Fehlermeldung noch die folgende Meldung angezeigt:
Polygon ist verstümmelt.
Troubleshooting
1. Generatrix verstehen
In der Mathematik wird eine Generatrix als Geometrie beschrieben, die einen Körper erzeugt, indem anhand einer linienförmigen Grundstruktur ein Profil entlang extrudiert oder rotiert wird.
Die Meldung Nicht genügend Kanten in der Generatrix deutet in Archicad auf ein Modellierungsproblem des 3D-Körpers hin. Die Modellierung der aufgelisteten 3D-Elemente muss überprüft werden. Sie erscheint häufig beim IFC Export von ungültigen Elementen.
Hinweis:
Wenn die Fehlermeldung Polygon ist verstümmelt erscheint, dann kann das Troubleshooting Verstümmelte Polygone befolgt werden.
2. Nullwerte und Negativwerte in Bibliothekselementen prüfen
Die Meldung kann durch die Verwendung von unzulässigen Negativ- und Nullwerten in .gsm-Objekt-Einstellungen verursacht werden. Diese generieren ungültige Geometrien. Diese ungültigen Werte müssen in einen gültigen Wert, eine Zahl größer als 0, korrigiert werden.
Hierbei muss wie folgt vorgegangen werden:
-
Im Session-Protokoll wird die Element ID und Eindeutige ID der betroffenen Elemente genannt.
Die Element ID verweist in der Regel auf das betroffene Element.
Die Eindeutige ID muss für die betroffenen Elemente kopiert werden.
Hinweis:
Das offene Protokoll kann über Ablage > Sichern als... als .txt-Datei abgespeichert werden. Damit können Werte für die Auswertung direkt aus der Textdatei kopiert und in das Auswertung-Schema eingefügt werden.2. Es muss eine neue Elementauswertung erstellt werden.
3. Das Auswertungs-Schema muss wie folgt definiert werden:
Kriterien:
Elementtyp ist gleich _______
Hinweis: Der Elementtyp wird abhängig von der angezeigten Element ID gewählt. In dem Beispiel waren Pfosten und Riegel betroffen. Deswegen wurde das Profil für Fassaden gewählt.
Wenn die Element ID keine Rückschlüsse zulässt, kann Alle Typen gewählt werden. Hier werden jedoch für Fassaden keine Unterelemente, sondern nur das gesamte Element angezeigt.Eindeutige ID enthält _______
In das Feld der Eindeutigen ID wird die aus dem Session-Protokoll kopierte Eindeutigen ID eingefügt.Element ID enthält _______
In das Feld der Element ID wird die aus dem Session-Protokoll kopierte Element ID eingefügt.Wenn mehrere Elementtypen, Eindeutige IDs und Element IDs verwendet werden, müssen Klammern und und/oder korrekt gesetzt werden, da sonst die Auswertung leer bleibt.
Felder:
Element ID
Bibliothekselement-Name
4. Anschließend wird die Auswertung geöffnet.
5. In der offenen Auswertung kann daraufhin eine der betroffenen Element IDs aktiviert und das Element im 3D durch den Auswahlbefehl In 3D auswählen angezeigt und ausgewählt werden.
6. Das im 3D angezeigte Element muss dann auf ungültige Null- und Negativwerte geprüft werden. Fehlerhafte Werte müssen mit einem gültigen Wert größer Null korrigiert werden.
Hinweis:
Falls das Element im 3D nicht vorhanden sein soll, muss dieses gelöscht oder die ungültigen Werte korrigiert und auf Unsichtbar gestellt werden.7. Die Schritte 5 bis 6 müssen für alle angezeigten Elemente wiederholt werden.
8. Abschließend kann über Ansicht > Neuaufbau > Neu aufbauen & regenerieren das 3D neu aufgebaut werden.
3. Verschneidung von Profil
Die Meldung kann auch durch die Verwendung komplexer Profile verursacht werden. Typisch sind Attika-Profilwände. Es muss dann geprüft werden, ob die Generatrix eindeutig definierte Kanten besitzt und keine Überlappungen im Profil vorliegen. Komplexe Profile müssen im Profil-Manager vereinfacht werden.
Wenn Profilwände verwendet wurden, kann es unter Umständen helfen, statt einer Wand einen Träger für das Profil zu verwenden, da sich Träger nach den Verschneidungs-Grundsätzen nicht nur über Referenzlinien, sondern auch Kollision verschneiden. Wandverschneidungen finden nur nach Kollision statt, wenn die Referenzlinien miteinander verbunden sind.
Für die Korrektur der Profile kann wie folgt vorgegangen werden:
-
Im Session-Protokoll wird die Element ID und Eindeutige ID der betroffenen Elemente genannt.
Die Element ID verweist in der Regel auf das betroffene Element.
Die Eindeutige ID muss für die betroffenen Elemente kopiert werden.
Hinweis: Das offene Protokoll kann über Ablage > Sichern als... als .txt-Datei abgespeichert werden. Damit können Werte für die Auswertung direkt aus der Textdatei kopiert und in das Auswertung-Schema eingefügt werden.2. Es muss eine neue Elementauswertung erstellt werden.
3. Das Auswertungs-Schema muss wie folgt definiert werden:
Kriterien:
Elementtyp ist gleich Alle Typen
Eindeutige ID enthält _______
In das Feld der Eindeutigen ID wird die aus dem Session-Protokoll kopierte Eindeutigen ID eingefügt.
Wenn mehrere Eindeutige IDs verwendet werden, müssen Klammern und und/oder korrekt gesetzt werden, da sonst die Auswertung leer bleibt.
Felder:
Element ID
4. Anschließend wird die Auswertung geöffnet.
5. In der offenen Auswertung kann daraufhin eine der betroffenen Element IDs aktiviert und das Element im 3D durch den Auswahlbefehl In 3D auswählen angezeigt und ausgewählt werden.
6. Das im 3D angezeigte Element muss dann auf eine ungültige Modellierung geprüft werden.
Mit einem Rechtsklick auf das im 3D ausgewählte Element kann im Kontextmenü über den Befehl Ausgewähltes mehrschichtiges Bauteil/Profil bearbeiten... das betroffene Profil direkt im Profil-Manager geöffnet werden.
Komplexe Profile müssen vereinfacht werden. Statt Profilwänden können Profilträger verwendet werden. Überlappende Schraffuren müssen korrigiert werden. Die betroffenen Profile benötigen eindeutig definierte Kanten.
7. Die Schritte 5 bis 6 müssen für alle angezeigten Elemente wiederholt werden.
8. Abschließend kann über Ansicht > Neuaufbau > Neu aufbauen & regenerieren das 3D neu aufgebaut werden.