Problemstellung
Es wurde in einer Datei ein eigenes Objekt erstellt. Wird dieses Objekt in eine andere Datei importiert, ändert sich plötzlich die Darstellung des selbsterstellten Objekts. Dadurch weicht die Darstellung in den beiden Dateien voneinander ab.
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Troubleshooting
1. Attribute auf Inkonsistenzen prüfen
Wenn dasselbe Objekt in zwei Dateien unterschiedlich dargestellt wird, weichen die Attribute in diesen Dateien voneinander ab.
Wenn ein eigenes Objekt erstellt wird, wird im Dialog Objekt-Grundeinstellungen ändern die für das Objekt verwendeten Attribute mit Attribut-Namen nach Attribut-Typ angezeigt.
Zusätzlich zu Typ und Name ist auch der Index des Attributs für die Zuordnung ausschlaggebend.
Wenn die Darstellung eines Objekts abweicht, bedeutet dies eine Attribut‑Abweichung in den Dateien selbst. Das im Objekt referenzierte Attribut existiert nicht mit demselben Index und Namen und ggf. weiteren Einstellungen in beiden Dateien. Abhängig von dem Objekt können verschiedene Attribut-Typen betroffen sein.
Beispiel:
- Die Dateien Datei-1_Ursprung-des-selbsterstellten-Objekts.pln und Datei Datei-2_Selbsterstellten-Objekts-importiert.pln besitzen unterschiedliche Stifte-Set-Einstellungen für das gleichnamige Stifte-Set GS.
- In der Ursprungsdatei ist der Stift 1 schwarz.
- Währenddessen ist der gleiche Stift in der Importdatei magenta.
- Wenn das betroffene Objekt ausgewählt und über Ablage > Bibliotheken und Objekte > Objekt öffnen... der GDL-Editor für das Bibliothekselement geöffnet wird, können die im Objekt verwendeten Attribute unter Parameter einfach geprüft werden.
- Im GDL‑Editor wird sichtbar, dass Stift 1 im Stifte‑Set GS in beiden Dateien eine unterschiedliche Farbe hat.
- Für den Schraffur-Typ wird die Schraffur mit den Index 21 verwendet.
Diese ist jedoch in beiden Dateien unterschiedlich:- Die Ursprungsdatei hat den Schraffur-Typ Misch-Schraffur 50 % mit dem Index 21 belegt.
- Die Importdatei hat Gitter 50x50 mit dem Index 21 belegt.
2. Attribute anpassen
Es müssen die Attribute so angepasst werden, dass in der Importdatei die richtige Darstellung angezeigt wird.
Es gibt hierfür 3 verschiedene Möglichkeiten mit unterschiedlichen Auswirkungen auf das gesamte Projekt, welche in den folgenden aufklappbaren Punkten genauer erläutert werden.
In den Objekt-Einstellungen (Nur für das Objekt)
Die einfachste und risikoärmste Variante die Darstellung der selbsterstellten Elemente zu ändern, ist diese in den Einstellungen für Objekt anzupassen. Dafür müssen die folgenden Schritte ausgeführt werden:
- Bereits platzierte Objekt auswählen, z. B. über Suchen&Aktivieren, und mit Strg+T bzw. Cmd+T die Einstellungen für die Objekt-Auswahl öffnen.
- Wenn allgemein die Objekt-Grundeinstellungen geändert werden sollen, muss per Doppelklick das Werkzeug Objekte geöffnet werden und das betroffene selbsterstellte Objekt gesucht werden.
- Danach im Reiter Individuelle Einstellungen die abweichenden Attribute so korrigieren, dass die Darstellung den eigenen Bedürfnissen entspricht.
- Die Änderungen mit OK bestätigen.
Durch werden die platzierten Objekte bzw. die Objekt-Einstellungen der abweichenden Attribute-Struktur angepasst.
In der GDL-Programmierung des Objekts (Global für das Objekt in der gesamten Datei)
Die in der GDL‑Programmierung hinterlegten Attribute können in der Importdatei ausgetauscht werden. Dafür müssen die folgenden Schritte ausgeführt werden:
- Ein betroffenes Objekt auswählen.
- Über Ablage > Bibliotheken und Objekte > Objekt öffnen... den GDL-Editor für das Bibliothekselement öffnen.
- Den Tab Parameter öffnen.
- Die in der Importdatei abweichenden Attribute müssen korrigiert werden, dass die Darstellung der neuen Attribute-Struktur der Datei entspricht.
- Den GDL-Editor schließen und Änderungen sichern.
- Abschließend müssen alle platzierten Objekte ausgewählt werden, z. B. über Suchen&Aktivieren.
- Mit Strg+T bzw. Cmd+T die Einstellungen der Auswahl öffnen.
- In der linken Spalte die Platzierungen des Bibliothekselement per Rechtsklick auf das Bibliothekselement und Auswahl von Auf Standardeinstellungen zurücksetzen auf den Standard wiederherstellen und die Darstellung anpassen.
In der Attribute-Verwaltung (Globale Attribut-Anpassung für die ganze Datei)
In der Importdatei kann global für die Datei die Attribute-Struktur angepasst werden. Hier ist äußerste Vorsicht geboten, da Änderungen an der Attributstruktur in der Datei nicht rückgängig gemacht werden können. Änderungen sollten deswegen nur in einer Dateikopie durchgeführt werden. Weitere wichtige Informationen sind dem Artikel Fehlende Attribute bei Attribute-Verwaltung vermeiden zu entnehmen.
Für die globale Anpassung der Attribute-Struktur müssen die folgenden Schritte ausgeführt werden, bevor das Objekt in die Datei importiert wurde:
- Die Datei zur Standsicherung als Kopie unter neuen Namen sichern.
- In der Ursprungsdatei das Objekt auswählen und über Ablage > Bibliotheken und Objekte > Objekt öffnen... den GDL-Editor im Reiter Parameter öffnen.
- In der Importdatei unter Optionen > Element-Attribute > Attribute-Manager öffnen.
- Die Attribute der Ursprungsdatei unter Parameter müssen in Name, Definition und Index mit den Attributen der Importdatei im Attribute-Manager abgeglichen werden.
- Die im Objekt hinterlegte Schraffur hat einen abweichenden Index.
- In der Ursprungsdatei wird das Attribut mit dem Namen Misch-Schraffur 50 % mit dem Index 21 verwendet.
- In der Importdatei wird das Attribut mit dem Namen Gitter 50x50 mit dem Index 21 verwendet. Zusätzlich existieren zwei Misch-Schraffur 50 mit (1) und (2) Endungen und den Indizes 253 und 254.
Hinweis:
Es ist nicht ausreichend, dass der Name in beiden Dateien identisch ist. Solange sich der Index unterscheidet, kann keine korrekte Attribut-Zuordnung erfolgen. Damit eine korrekte Zuordnung dateiübergreifend funktioniert, müssen Attribute 100 % kongruent miteinander in den verschiedenen Dateien sein.
Abweichungen können sich im Projektverlauf bemerkbar machen. Weitere Informationen bietet die Artikel Hotlinks: Inkorrekte Lage oder Darstellung von Elementen in Hostdatei und Attribute Management of Hotlinks.
- Wenn die abweichenden Attribute ermittelt wurden, müssen diese im Attribute-Manager der Importdatei angepasst werden.
- Die Schraffur, die den notwendigen Index 21 belegt, muss gesucht und ausgewählt werden.
- Über die Schaltfläche Neu indexieren... kann die ausgewählte Schraffur einen neuen Index zugewiesen bekommen.
- Durch die neue Indexierung ist der Index 21 verfügbar.
- Danach muss die geeignete Schraffur für den Index 21 gesucht werden:
- Der gewünschten Schraffur kann anschließend über Neu indexieren... den freien Index 21, der im Objekt verwendet wird, zugewiesen werden.
- Hierfür müssen Änderungen zuerst angewandt werden:
- Danach kann der neue Index gewählt und mit Anwenden bestätigt werden:
- Hierfür müssen Änderungen zuerst angewandt werden:
- Abschließend hat das Attribut einen neuen Index:
- Falls notwendig kann der Attributname noch per Klick in das Namensfeld angepasst werden, z. B. (1) entfernen.
- Nicht verwendete Duplikate können über Löschen entfernt werden.
- Attribute, z. B. das Stifte-Set, können auch aus der Ursprungsdatei in die Importdatei über den Attribute-Manager importiert werden.
Hierfür müssen die folgenden Schritte ausgeführt werden:- Die Ursprungsdatei öffnen.
- Den Attribute-Manager über Optionen > Element-Attribute öffnen.
- Den Attribute-Typ Stift-Sets öffnen.
- Das entsprechende Stifte-Set auswählen und zu Temporär anhängen.
- Das Attribut unter Temporär auswählen und über die Export-Schaltfläche an einen temporären Speicherort sichern.
- Den Attribute-Manager in der Ursprungsdatei schließen.
- Anschließend den Attribute-Manager in der Importdatei über Optionen > Element-Attribute im passenden Typ öffnen.
- Die Import-Schaltfläche betätigen und die gesicherte XML-Datei wählen.
- Das unter Temporär aufgelistete Attribut kann das vorhandene Attribut z. B. nach Name überschreiben. Sollte es fehlen, kann es über Anhängen hinzugefügt werden.
- Änderungen im Attribute-Manager müssen abschließend mit OK bestätigt werden.
- Wenn alle Attribute angepasst wurden, kann wie gewohnt das selbsterstellte Objekt importiert und in der Datei mit gleicher Darstellung platziert werden.
- Die Schraffur, die den notwendigen Index 21 belegt, muss gesucht und ausgewählt werden.
Hinweis:
In einigen durch Drittanbieter programmierten Objekten ist diese Thematik durch individuelle Attribute von GDL-Objekten gelöst, d. h. ein Objekt verfügt über eigene Attribute, die beim Import hinzugefügt werden. Diese Attribute werden kursiv angezeigt.
Bitte beachten Sie jedoch, dass eine eigene Programmierung von GDL-Objekten nicht durch den Technischen Support von Graphisoft unterstützt wird. Wie und wo Hilfe zur Programmierung bekommen werden kann, zeigt der Artikel Support für GDL und GDL-Programmierung auf.
3. Vorlagendatei nutzen
Damit Attribute in mehreren Dateien identisch sind, kann eine personalisierte Vorlagendatei erstellt werden, die die gewünschten Attribute bereits enthält. Wenn Projekte mit der Vorlagendatei erstellt und die Attribute nicht dateispezifisch angepasst werden, stimmen die Attribute über mehrere Dateien hinweg zu 100 % überein. Dadurch haben auch selbsterstellte Objekte über mehrere Dateien hinweg die gleiche Darstellung.